Kleine Nachtgespenster                     

 

Es ist schon spät, wir geh’n jetzt ratzen,
und mit uns uns’re Miezekatzen.
Schön zugedeckt in einem Raum,
wir schlummern ein, es naht ein Traum.

So stellt man sich das immer vor,
legt man des Abends sich aufs Ohr.
Doch Dosi ist grad eingeschlafen,
da steh’n sie auf, die „Süßen, Braven“.

Schlag 12 geht’s los, zur Geisterstunde,
Katzenparty macht die Runde!
Jagdspielchen auf Parkett aus Holz.
„Das dröhnt so schön“ miaut man stolz.

‘Ne wilde Jagd durchs ganze Haus,
fürs Träumen sieht’s da düster aus.
Ich würd‘ so gerne weiterpennen,
doch uns’re Katzen wollen rennen!

Hui! Übers Bett geht da die Hatz,
voll auf den Bauch mit einem Satz.
Noch ist der Kater leicht und klein…
lass den erst mal erwachsen sein!

Wir liegen wach, Stunden vergeh’n,
schon ist es Zeit um aufzusteh‘n.
Todmüde in die Küche hinken,
woll’n nur noch eines: Kaffee trinken.

Bad… anzieh’n…fertig… müssen geh’n;
will kurz noch nach den Miezen sehn.
Jetzt sieht man sie, die „Süßen, Braven“
auf unser’m Bett ganz friedlich schlafen…

„Uuuh… war das 'ne heiße Nacht!“

 

 

 

Text: Anonymus
© Foto: Sarah Newton