Fiebermessen


Fieber äußert sich bei Katzen durch folgende Symptome: ungewöhnlich warme Öhrchen, ein trockener Nasenspiegel, Apathie und Appetitlosigkeit. Um herauszufinden, ob das Tier erhöhte Temperatur hat oder sogar fiebrig ist, hilft nur eines: Fieber messen. Die Körpertemperatur einer erwachsenen Katze liegt zwischen 38° C und 39° C. Ist die Katze sehr aufgeregt oder einer Stress-Situation ausgesetzt, kann die Körpertemperatur auch rapide ansteigen, normalisiert sich aber schnell, sobald die Mieze sich wieder beruhigt hat. Eine erhöhte Temperatur liegt im Bereich von über 39° C bis zu 39,4° C. Alles, was darüber hinaus geht und länger anhält, ist Fieber. Bei Katzen wird Fieber im Po (rektal) gemessen. Verwenden Sie dazu ein digitales Veterinärthermometer, das sich durch eine besonders lange und flexible Spitze auszeichnet, um die Verletzungsgefahr für kleine tierische Patienten zu vermindern. Solche Tierthermometer sind in Apotheken und im Internet erhältlich. Geben Sie etwas Vaseline auf die Spitze des Thermometers und führen sie es dann vorsichtig etwa 1,5 cm tief ein.

Das rektale Fiebermessen ist zwar kein schmerzhafter, aber unangenehmer Eingriff, der von keiner Katze besonders geschätzt wird. Verständlich, denn wer hat schon gerne ein Thermometer im Popo?! Deshalb ist es sinnvoll, die Prozedur zu zweit durchzuführen. Eine Person hält die Katze fest und spricht ihr beruhigend zu, die andere Person führt das Fieberthermometer ein. Wenn sich das Tier jedoch nach Leibeskräften dagegen wehrt, sollte das Fiebermessen sofort abgebrochen werden. Die Gefahr, den Enddarm der Katze zu verletzen, ist in dieser Situation einfach zu groß.


Bezugsquelle für Digital-Veterinär-Thermometer

thermometer-direkt

 

 

© Text: Gisela Teubner
© Foto: Andrey Kuzmin