Impfreaktionen


Impfungen beinhalten immer auch die Gefahr von Impfreaktionen und niemand kann voraussagen, ob und wann sie auftreten werden. Eine Katze kann lange Zeit problemlos geimpft werden und trotzdem bei einer erneuten Impfung eine drastische Impfreaktion entwickeln. Das trifft zwar besonders auf die Verwendung von Lebendimpfstoffen zu, ist aber auch bei Totimpfstoffen nie ganz auszuschließen.


Abgeschwächte Lebendimpfstoffe bestehen aus sehr geringen Mengen lebender
     Krankheitserreger. Die sind so abgeschwächt, dass sie sich zwar noch vermehren,
     aber die Krankheit nicht mehr auslösen können.


Totimpfstoffe enthalten entweder ganze, abgetötete Erreger, Bruchstücke davon
     oder nur das Gift. So können sie sich weder vermehren noch die Krankheit auslösen.
     Totimpfstoffe verursachen deutlich weniger Nebenwirkungen als Lebendimpfstoffe.


Anzeichen einer Impfreaktion

Die Symptome sind vielfältig und können sich äußern in einer Schwellung an der Einstichstelle, in Atembeschwerden, Augenentzündungen, Durchfall, Erbrechen oder Hautirritationen. Meist machen dem Tier Mattigkeit und Fieber besonders zu schaffen. Eine erhöhte Gefahr von Impfreaktionen besteht bei Kombinationsimpfungen, wie z.B. bei der in einer Spritze kombinierbaren Impfung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose.


Homöopathische Hilfe bei Impfreaktionen

Zur Vorbeugung von Impfreaktionen ist Thuja empfehlenswert. Wenn Sie sich mit Injektionen auskennen, können Sie eine Ampulle Thuja injeel spritzen. Das Mittel ist im Handel unter dem Namen „Thuja injeele S“ erhältlich. Alternativ ist auch eine Gabe als Tablette oder Globuli möglich. Wofür Sie sich auch entscheiden, die Katze sollte 12 Stunden nach der Impfung entweder eine Injektion mit Thuja injeel, eine Tablette oder 5 Globuli in der Potenz D30 erhalten. Am nächsten Tag verabreichen Sie dem Tier erneut eine Injektion mit Thuja injeel, eine Tablette oder 5 Globuli in der Potenz D200.

Thuja eignet sich nicht nur zur Prophylaxe, es hilft auch bei bestehenden Impfreaktionen. Sobald die ersten Symptome auftreten, sollte es in der gleichen Weise und Dosierung wie zur Vorbeugung eingesetzt werden. Die Behandlung mit Thuja zielt ausschließlich auf die Bekämpfung von Impfreaktionen. Der Impfschutz wird dadurch nicht beeinträchtigt.

FIFe-IC. Cormani's Blue Kito
Heilige Birma, blue point


Dosierung homöopathischer Mittel

Bei der Behandlung mit Homöopathika besteht eine Gabe bzw. eine Dosis aus einer Injektion, einer Tablette, 5 Globuli oder 5 Tropfen. Wenn nicht anders empfohlen, sollten Sie bei Katzenwelpen die Einzeldosis auf 3 Globuli bzw. 3 Tropfen beschränken.

D6

3 x bis 5 x täglich,
im Notfall auch stündlich

D12

2 x täglich (morgens & abends)

D30

1 x täglich

D200

1 x monatlich,
evtl. auch nur 1 Gabe, falls nicht anders empfohlen


Nutzen & Grenzen der homöopathischen Behandlung

Viele Menschen begegnen der Homöopathie mit Skepsis, doch ist sie weder eine besondere Art der Weltanschauung noch ein Glaubensbekenntnis und erst recht keine Geheimwissenschaft. Auch die Schulmedizin erkennt im zunehmenden Maße homöopathische Heilerfolge bei Menschen und Tieren an. Andererseits ist Homöopathie auch keine Allzweck-Wunderwaffe und sollte nie unbedacht angewandt werden.

Vor einer Behandlung Ihrer Katze mit Homöopathika sollten Sie sich gründlich informieren, sowie gewissenhaft die Krankheitssymptome beobachten und bestimmen. Äußere und innere Verletzungen, Brüche und offene Wunden können nicht oder nur unzureichend homöopathisch behandelt werden. Gleiches gilt auch für viele Infektionen. In diesen Fällen ist eine schulmedizinische Therapie mit den entsprechenden Medikamenten zwingend notwendig. Bei schwerwiegenden akuten Erkrankungen und Vergiftungen sollten Sie ebenfalls keine Selbstbehandlungsversuche unternehmen. Allerdings können Homöopathika, in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt, zur Unterstützung des Heilungsprozesses und zur Stärkung des Immunsystems mit eingesetzt werden.

Beherzigen Sie folgenden Rat: wenn sich trotz homöopathischer Behandlung der Gesundheitszustand Ihrer Katze nicht verbessert, dann warten Sie nicht und konsultieren Sie bitte einen Tierarzt! Homöopathie kann bei vielen „Wehwehchen“ helfen. Sie kann bei akuten und chronischen Erkrankungen die schulmedizinische Therapie wirkungsvoll unterstützen. Doch sie kann niemals die fachkundige Hilfe eines Tierarztes ersetzen!


Quellennachweise

Homöopathie für Katzen: Symptome ∙ Dosierung ∙ Behandlung

Katzen: Geboren, um gesund zu leben

 

 

 

© Text & Foto: Gisela Teubner