Pflanzen, die für Katzen giftig sind


Hier eine Auflistung der für Katzen giftigen Pflanzen. Diese Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit:


Von A - Z

Ackerwinde, Adonisröschen, Akelei, Aloe Vera, Anemone (Windröschen), Anthurie (Flamingoblume), Aralie, Arnika, Aronstab, Azalee, Blasenstrauch, Blauregen (Wisteria), Blaustern, Buchsbaum, Bergpalme, Bromelien aller Art, Bougainvillea, Buntwurz (Kaladie) Calla, Christrose, Chrysantheme, Clivia, Daphne arbuscula, Diptam, Dieffenbachia, Efeu, Eibe (Taxus), Eisenhut, Edelweiß, Elefantenfuß, Farne aller Art, Faulbaum, Feldstiefmütterchen, Feuerbohne, Feuerdorn, Fensterblatt (Monstera), Fingerhut, Flammendes Käthchen (Kalanchoe), Geißblatt, Ginster, Glyzinien, Goldregen (Goldrausch, Laburnum), Greiskräuter (Kreuzkraut), Hahnenfuß, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose (eine Krokusart), Herkuleskraut, Hundspetersilie, Iris (Schwertlilie), Immergrün, Jasmin, Kaiserkrone, Kletterspindelstrauch (Kriechspindel), Knoblauch, Korallenbeere (Korallenbäumchen), Kornrade, Krokus, Königskerze, Küchenschelle, Leberblümchen, Lebensbaum (Thuja), Liguster, Lilien aller Art, Lupine, Märzbecher, Mahonie, Maiglöckchen, Mauerpfeffer, Mistel, Nadelbäume, Nelke, Nieswurz, Orchidee, Pelargonie (Geranie), Pfaffenhütchen (gewöhnlicher Spindelstrauch, Spindelbaum), Philodendron, Primel (auch Schlüsselblumen), Pfeilwurz (Maranta), Rittersporn, Robinie, Rhododendron, Sadebaum, Salomonsiegel, Schachtelhalm, Schlafmohn, Schleierkraut, Schneeglöckchen, Scilla, Seidelbast, Skabiosa (Flockenblume), Spathiphyllum (Blattfahne, Friedenslilie), Stechpalme, Steinklee, Sumpfdotterblume, Tüpfel-Hartheu (Johanniskraut, Hypericum perforatum), Veilchen aller Art, Weinraute, Wicke, Wüstenrose, Zaunrübe, Zwergholunder, Zwiebel und Zwiebelgewächse aller Art.

Feivel
Auf der Mauer, auf der Lauer…


 Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Hochgiftig für Katzen sind auch alle Pflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse. Dazu gehören rund 90 bis 100 Gattungen mit etwa 2.700 Arten; darunter sind viele Nutzpflanzen wie z.B.: Gurken-, Tabak-, Tomaten- und Kartoffelpflanzen. Kartoffelkeime sind ebenfalls giftig. Doch auch diese Gewächse zählen dazu: Alraune, Bilsenkraut, Brunfelsie, Engelstrompete, Petunie, Stechapfel und Tollkirsche. Es sind einfach zu viele, um sie hier alle aufzuzählen.


Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)

Ebenso giftig für Stubentiger sind Wolfsmilchgewächse; eine sehr große Pflanzenfamilie mit ca. 240 Gattungen und 6.000 Arten. Zu den Wolfsmilchgewächsen gehören z.B.: Aleurites, Bingelkräuter aller Art, Bleistiftstrauch, Christusdorn, Codiaeum (Croton, Wunderstrauch), Gummibäume aller Art, Jatropha, Katzenschwänzchen (Purpurseilchen), Löwenzahn, Kautschukbaum, Lichtnussbaum, Maniok (Manihot), Oleander, Purgiernuss (Brechnuss, Jatropha curcas), Rizinus, Mexikanische Springbohne (Sebastiania pavoniana), Weihnachtsstern (Christstern).


Küchenkräuter & Gewürze

Auch einige Küchenkräuter und Gewürze sind wegen ihres Gehalts an ätherischen Ölen für Katzen hochgradig ungesund. Das trifft besonders zu auf folgende Kräuter und Gewürze: Basilikum, Lorbeer, Oregano, Schnittlauch, Thymian, Wacholderbeeren, Waldmeister, Wilder Dost (Majoran) und Zimt.


Ätherische Öle

Die meisten Pflanzen enthalten ätherische Öle und Alkaloide (giftige pflanzliche Stoffe). Ätherische Öle sind ölige, in organischen Lösungsmitteln (z.B. Alkohol) lösliche und flüchtige Extrakte. Sie können auch/oder durch die Wasserdampfdestillation aus Pflanzen oder Pflanzenteilen gewonnenen werden. Ätherische Öle haben einen sehr starken und für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch. Im Gegensatz zu fetten Ölen verdampfen sie vollständig und hinterlassen auf Papier keine Fettflecken. Ätherische Öle sind chemisch sehr komplex zusammengesetzt, leicht fettlöslich jedoch nur schwer wasserlöslich. Nicht alle ätherischen Öle sind gesundheitsschädlich für Katzen, doch sollte man Vorsicht walten lassen.

Schnuffi
Ein Plätzchen in der Sonne


Katzenminze ist unbedenklich

Katzenminze (Nepeta Cataria) auch Katzenkraut oder Steinmelisse genannt, ist eine mehrjährige Staudenpflanze, die einen aromatischen Pfefferminzgeruch verströmt. Sie ist für Katzen ungiftig und wirkt auf viele stimulierend bis berauschend. Die Blätter und Blüten werden oft mit Freude beschnuppert und beknabbert. Viele Katzen wälzen sich auch gerne in der Minze. Doch einige ziehen die getrocknete, amerikanische Katzenminze (Catnip) der Europäischen vor. Katzenspielzeug wird häufig mit Katzenminze präpariert, um es für Taschentiger attraktiver zu machen.


Schlussanmerkung

Zum Glück sind die meisten Pflanzen sehr bitter und werden deshalb von Katzen oft verschmäht. Auch vielen Kakteen zollen Katzen intelligenten Respekt. Aber Tiere sind unberechenbar. Bei Katzenhaltung sollte man nach Möglichkeit auf Pflanzenschmuck verzichten. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass meine Sanseverien nicht angerührt werden, denn sie sind zu hartfaserig, um mit Freude beknabbert zu werden. Meine Phalaenopsis-Orchideen bleiben ebenfalls verschont von kätzischen Fress-Attacken. Der alljährliche Weihnachtsbaum ist zu pieksig zum Kauen. Die Jungs goutieren so was nicht.


Weblinks

Botanikus.de

GIFTPFLANZENCOM.pendium

Kräuter-Verzeichnis

PETA - Giftpflanzenliste

 

 

 

© Text: Gisela Teubner
© Fotos: Birgit Krieger, Niederwörresbach