Stehe nich an meinem Grab und weine                   


Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.
Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht auf reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Ich bin der Morgentau.
Wenn du aufwachst in des Morgens Stille,
bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden Flug.
Ich bin der milde Stern, der in der Nacht leuchtet.

Stehe nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht fort, ich bin nicht tot.

Ich vergesse dich nicht.

IP. Cormani‘s Blue Okima
(1998 – 2008)

 

 

 

Text: Mary Elizabeth Frye
© Foto: Gisela Teubner