Cormani's Blue Kito


Der Name Kito kommt aus dem Swahili. Er hat die Bedeutungen kostbar und Edelstein (im Sorbischen bedeutet er Christoph). Vor langer Zeit war FIFe-IC. Cormani ‘s Blue Kito mal potent. Leider war die Deckkarriere unserer kleinen Kostbarkeit nur kurz – dafür heftig. Nach seiner Pubertät rannte er täglich stundenlang durch die Wohnung und rief: „Frauuu, Frauuu…“ Nicht nur, dass sein Rufen und Singen unseren Nerven abträglich war; im Laufe der Zeit wurde er auch zu einem sehr fleißigen Markierer, der ständig die Ecken seines Reviers parfümierte. Erschwerend kam hinzu, das Kito für einen Deckkater etwas klein geraten war. Obwohl er nachweislich schöne, große Kinder zeugte und auf Ausstellungen sehr erfolgreich war, konnten wir die meisten Züchter nicht von seinen Qualitäten überzeugen. Deshalb und weil ich verhindern wollte, dass unsere Wohnung irgendwann riecht wie das Großkatzen-Revier im Frankfurter Zoo, ließ ich ihn mit ca. 2 ¼ Jahren kastrieren.

Damit wurde Kito zum quirligen, kastrieren Birmazwerg. Was ihm an Größe fehlte, machte er durch ausgeprägtes Ehrgefühl wett. Kito war stolz wie ein Spanier, völlig humorlos und unglaublich schnell beleidigt. Kritik ertrug er nicht. Wurde Kito gerügt, strafte er mich für den Rest des Tages durch Nichtachtung – selbst wenn die Rüge gerechtfertigt war: „Du hast mich angekeckert? Mit Dir rede ich heute nicht mehr!“. Ansonsten war er ein sehr temperamentvoller kleiner Irrwisch, der auch gerne mal eine Rauferei mit den Deckkatern anzettelte. Kito war der felsenfesten Überzeugung, ein „Meister des Universums“ zu sein. Er hatte das Kommando! Sein Wille war Gesetz! Alles hat sich um ihn zu drehen und ohne ihn lief nichts! Sein mangelnder Sinn für Humor wurde durch seinen ausgeprägten Hang zum „Kampfschmusen“ wettgemacht. Er schmuste jeden in Grund und Boden und aus diesem Grund erhielt er von mir den Beinamen „Kito Kuschel“. Er war zwar klein aber oho!

Mit zunehmendem Alter wurde Kito immer schmaler. In seinem letzten Lebensjahr zeigte es sich ganz deutlich: Kito war sehr krank. Er hatte immer wieder Darmprobleme, war zeitweilig unsauber und wurde zunehmend dement. Und irgendwann schwand er förmlich dahin. Aus einem muskulösen, schlanken kleinen Kater wurde ein rappeldürrer kleiner Kater. Am 10. Dezember 2015 war es soweit. Sein kleines Herz hörte auf zu schlagen. Aber eines kann ich sagen: Zwergi, du hattest ein mutiges Löwenherz und unter den Kleinen warst du einer der Größten!

FIFe-IC. Cormani‘s Blue Kito
2000 - 2016


Fotogalerie

Pfoddos von Kito, meiner geliebten, kleinen Krawallschachtel

 

 

 

© Text & Fots: Gisela Teubner